Warum Vorlesen eines der schönsten Geschenke für Kinder ist
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Noch eine Geschichte. Nur eine. Und danach vielleicht wirklich noch die allerletzte.
Wer regelmässig mit Kindern Bücher anschaut oder vorliest, kennt diese Verhandlungen wahrscheinlich ziemlich gut. Und irgendwie sind sie ja auch ein schönes Kompliment. Denn für Kinder steckt zwischen zwei Buchdeckeln weit mehr als eine Geschichte.
Da wird gemeinsam gelacht, gesucht und gestaunt. Ein Tier entdeckt, das sich auf der vorherigen Seite versteckt hat. Zum hundertsten Mal dieselbe Geschichte vorgelesen. Und wehe, Mama oder Papa lassen dabei versehentlich einen Satz aus.
Vorlesen schenkt Kindern gemeinsame Zeit, Nähe und unzählige kleine Reisen in andere Welten. Gleichzeitig entdecken sie neue Wörter, lernen Geschichten kennen und entwickeln ganz nebenbei ihre eigene Fantasie.
Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb Bücher zu den schönsten Geschenken für Kinder gehören.
Vorlesen bedeutet gemeinsame Zeit
Der Alltag mit Kindern ist nicht unbedingt für seine Gemächlichkeit bekannt. Morgens müssen alle aus dem Haus, später warten Einkäufe, Abendessen, Zähneputzen und irgendwo dazwischen ungefähr 37 andere Dinge.
Beim Vorlesen wird es für einen Moment ruhiger.
Das Kind sitzt auf dem Schoss oder kuschelt sich daneben. Gemeinsam werden Bilder angeschaut und Seiten umgeblättert. Vielleicht wird tatsächlich gelesen. Vielleicht wird aber auch fünf Minuten darüber diskutiert, warum der Bär auf dem Bild wohl einen roten Hut trägt.
Genau darin liegt etwas Besonderes: Beim gemeinsamen Lesen gehört die Aufmerksamkeit für einen Moment ganz dem Kind und der Geschichte.
Dabei entstehen kleine Rituale. Die Geschichte vor dem Schlafengehen. Das Buch am Sonntagnachmittag auf dem Sofa. Oder das Pixibuch im Zug, das die Fahrt ein bisschen kürzer macht.
Kinder erinnern sich später vielleicht nicht mehr an jedes einzelne Buch. An das Gefühl, gemeinsam Geschichten entdeckt zu haben, aber möglicherweise schon.
Bücher öffnen Türen zur Fantasie
In einem Kinderbuch kann ziemlich viel passieren.
Tiere sprechen. Monster haben plötzlich Angst vor Kindern. Ein kleiner Bagger erlebt ein riesiges Abenteuer und hinter der nächsten Seite wartet vielleicht ein Drache.
Kinder müssen dafür nirgendwo hin. Ein Buch reicht.
Geschichten laden dazu ein, sich Welten, Figuren und Situationen vorzustellen, die im eigenen Alltag nicht vorkommen. Und häufig endet die Geschichte nicht mit dem Zuklappen des Buches.
Plötzlich wird das Sofa zum Piratenschiff. Unter dem Esstisch eröffnet ein Restaurant. Und das Stofftier hat überraschenderweise sehr genaue Vorstellungen davon, was es heute unternehmen möchte.
Bücher liefern Kindern Ideen, die sie weiterspinnen können. Sie geben der Fantasie einen kleinen Schubs und überlassen den Rest dem Kind.
Vorlesen bringt neue Wörter in den Kinderalltag
Im Alltag verwenden wir häufig dieselben Wörter. Wir ziehen Schuhe an, schneiden Äpfel, suchen den verschwundenen Teddy und erklären zum fünften Mal, warum heute trotzdem Zähne geputzt werden müssen.
Bücher bringen andere Wörter ins Spiel.
Plötzlich tauchen ein Leuchtturm, eine Schatzkarte oder ein Chamäleon auf. Kinder hören Begriffe und Formulierungen, die in gewöhnlichen Alltagsgesprächen vielleicht weniger häufig vorkommen.
Und weil kleine Kinder Lieblingsgeschichten gerne wieder und wieder hören, begegnen ihnen diese Wörter nicht nur einmal.
Das Schöne daran: Dafür braucht es kein Lernprogramm und keine Übung. Kinder entdecken Sprache dort, wo sie hingehört: mitten in einer Geschichte.
Das gleiche Buch. Noch einmal. Und noch einmal.
Erwachsene wünschen sich beim Bücherregal vielleicht irgendwann etwas Abwechslung. Kinder sehen das häufig anders.
Das Lieblingsbuch darf zum zwanzigsten Mal vorgelesen werden. Und morgen gerne zum einundzwanzigsten.
Was für Erwachsene irgendwann erstaunlich vorhersehbar wird, macht Kindern Freude. Sie kennen die Figuren, wissen, was als Nächstes passiert, und können vielleicht bereits ganze Passagen mitsprechen.
Also keine Sorge, wenn Dein Kind jeden Abend mit exakt demselben Buch um die Ecke kommt.
Du darfst innerlich trotzdem kurz seufzen.
Und dann noch einmal vorlesen.
Gemeinsam lesen geht schon mit den Kleinsten
Für Bücher ist es eigentlich nie zu früh. Natürlich liest ein einjähriges Kind noch keine Geschichte selbst. Gemeinsam Bücher anschauen kann es trotzdem.
Bei kleinen Kindern geht es zunächst ums Entdecken. Wo ist der Hund? Was macht das Auto? Welche Farbe hat der Ball?
Manchmal wird eine ganze Seite ausführlich betrachtet und die nächste sofort übersprungen. Manchmal interessiert das Kind die Geschichte überhaupt nicht, dafür aber das winzige Tier in der Ecke des Bildes.
Das ist völlig in Ordnung.
Gemeinsames Lesen muss keinem festen Ablauf folgen. Gerade mit kleinen Kindern darf ein Buch Ausgangspunkt für Gespräche, Fragen und eigene Geschichten sein.
Mit zunehmendem Alter verändern sich die Bücher. Aus einfachen Bildern werden längere Geschichten, aus dem gemeinsamen Benennen wird irgendwann richtiges Mitfiebern. Und später vielleicht sogar das erste eigene Lesen.
So können Bücher Kinder über viele Jahre begleiten.
Was macht ein gutes Kinderbuch aus?
Die Auswahl an Kinderbüchern ist riesig. Und nicht jedes Buch, das Erwachsene wunderschön finden, begeistert automatisch auch das Kind.
Für jüngere Kinder funktionieren häufig Bücher mit klaren Bildern, überschaubaren Geschichten und Themen aus ihrer Lebenswelt besonders gut. Tiere, Fahrzeuge, Familie, Kindergarten oder alltägliche Abenteuer bieten viele Möglichkeiten zum Wiedererkennen.
Mit zunehmendem Alter dürfen Geschichten länger und komplexer werden. Kinder entwickeln ausserdem ziemlich schnell eigene Vorlieben. Manche können von Dinosauriern nicht genug bekommen, andere möchten ausschliesslich Tiergeschichten hören oder interessieren sich plötzlich für alles, was Räder hat.
Deshalb lautet eine ziemlich einfache Regel: Ein gutes Kinderbuch ist eines, das das Kind gerne wieder aus dem Regal nimmt.
Auch wenn es zum dreiundzwanzigsten Mal ist.
Warum Bücher wunderbare Geschenke für Kinder sind
Wer ein Geschenk für ein Kind sucht, steht irgendwann vor der berühmten Frage:
Was hat es eigentlich noch nicht?
Kinderzimmer haben die erstaunliche Fähigkeit, sich mit Spielzeug zu füllen. Bücher funktionieren ein bisschen anders. Denn mit jedem neuen Buch zieht eine neue Geschichte ein.
Ein Buch kann ausserdem weit mehr sein als ein Gegenstand. Vielleicht wird daraus die Geschichte, die ein Kind über Monate jeden Abend hören möchte. Das Buch, das immer mit zu den Grosseltern muss. Oder eines, an das sich die Familie Jahre später noch erinnert.
Damit wird aus einem kleinen Geschenk etwas, das lange begleiten kann.
Und Bücher haben noch einen praktischen Vorteil: Sie brauchen keine Batterien, machen keine Geräusche, wenn Erwachsene gerade telefonieren möchten, und verfügen nur sehr selten über 48 Kleinteile, die sich nachts auf dem Kinderzimmerboden verteilen.
Kleine Bücher für grosse Abenteuer: Pixibücher
Manchmal müssen Geschichten gar nicht gross sein.
Pixibücher begleiten Kinder schon seit Generationen. Das kleine Format passt wunderbar in Kinderhände und die Geschichten sind kurz genug für zwischendurch.
Vor allem aber lassen sich die kleinen Bücher fast überallhin mitnehmen.
Ein Pixibuch passt in die Handtasche, den Rucksack oder ins Reisegepäck. Damit wartet beim Restaurantbesuch, im Zug, im Wartezimmer oder bei den Grosseltern eine kleine Geschichte darauf, entdeckt zu werden.
Und natürlich haben die kleinen Bücher eine interessante Eigenschaft: Mit der Zeit werden es immer mehr.
Sehr viel mehr.
Wohin mit all den Pixibüchern?
Genau diese Frage war übrigens einer der Gründe, weshalb die Minibux von Nanabux entstanden ist.
Die kleine Pixibuchhülle funktioniert wie eine Mini-Bibliothek für unterwegs. Mehrere Pixibücher lassen sich darin gemeinsam aufbewahren und überallhin mitnehmen. So fliegen die kleinen Bücher nicht einzeln in Tasche oder Rucksack herum und die Lieblingsgeschichten sind trotzdem dabei.
Jede Minibux wird in Bern von Hand gefertigt und kann mit dem Namen des Kindes personalisiert werden. So bekommt die kleine Bibliothek ihren ganz eigenen Besitzer oder ihre ganz eigene Besitzerin.
Besonders schön finden wir die Idee als Geschenk: Statt nur eines einzelnen Buches schenkst Du einem Kind einen Platz für viele Geschichten. Die Minibux lässt sich immer wieder neu mit Lieblingsbüchern bestücken und begleitet so über längere Zeit.
Geschichten, die bleiben
Kinder brauchen nicht ständig neue Beschäftigung. Manchmal reicht ein Buch, ein gemütlicher Platz und jemand, der sich Zeit nimmt.
Vielleicht wird eine Geschichte vorgelesen. Vielleicht werden nur Bilder angeschaut. Vielleicht erfindet das Kind nach zwei Seiten kurzerhand eine völlig andere Geschichte.
Alles davon ist Lesen.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst früh möglichst viele Wörter zu kennen oder eine bestimmte Anzahl Bücher gelesen zu haben.
Es geht um die Momente dazwischen.
Um das gemeinsame Anschauen. Um Fragen, über die Erwachsene noch nie nachgedacht haben. Um Lieblingsfiguren und Fantasiewelten. Um die eine Geschichte, die zum hundertsten Mal vorgelesen werden muss.
Und irgendwann vielleicht um den Satz:
«Noch einmal.»